Geschichte der Wichteltür mit dem goldenen Rahmen

Am Fuße eines alten, knorrigen Baumes, dort wo die Wurzeln wie kleine Hügel aus der Erde ragten, lebte ein winziger Wichtel namens Jakomo. Sein Zuhause war in einer kleinen Höhle hinter einer kleinen Tür mit goldenem Rahmen Jakomo liebte sein ruhiges Leben – bis zu dem Tag, an dem alles ein klein wenig durcheinander geriet.
Es begann an einem sonnigen Frühlingsmorgen. Jakomo war gerade dabei, einen besonders großen Tautropfen in eine Nussschale zu füllen (sein Frühstück), als plötzlich ein lautes „Platsch!“ neben ihm ertönte. Vor Schreck ließ er die Schale fallen. „Was war das denn?“ rief Jakomo und lugte vorsichtig hinter einer Wurzel hervor.
Dort stand – etwas wackelig auf den Beinen – ein kleines Rehkitz. Sein Fell war noch mit weißen Punkten übersät, und seine großen Augen blickten neugierig umher. Offenbar war es beim Spielen ausgerutscht und direkt in eine kleine Matschpfütze geplumpst. Oh nein… ich bin ganz dreckig!“ jammerte das Kitz und versuchte, sich mit seinen viel zu langen Beinen sauber zu schütteln – was alles nur noch schlimmer machte. Jakomo musste kichern. „Du siehst aus wie ein gesprenkelter Matschkloß! “Das Kitz schnupperte in seine Richtung. „Wer hat das gesagt?“ „Ich!“ Jakomo trat mutig hervor und stemmte die Hände in die Hüften. „Ich bin Jakomo , Wächter dieser Wurzelhöhle! “Das Kitz beugte sich herunter – viel zu nah. Jakomo wurde fast vom warmen Atem umgepustet. „Ich bin Fina,“ sagte das Kitz freundlich. „Ich wollte eigentlich nur spielen… aber jetzt bin ich stecken geblieben. “ Und tatsächlich: Mit jedem Versuch, sich zu bewegen, rutschten Finas Hufe tiefer in den weichen Boden. „Keine Sorge,“ sagte Jakomo und rieb sich das Kinn. „Ich habe da eine Idee!“ Er flitzte in seine Höhle und kam mit einer langen, geflochtenen Grashalmschnur zurück. „Halte still!“ rief er und warf die Schnur um Finas Vorderbeine. Dann band er das andere Ende um eine dicke Wurzel. “Und jetzt… zieh!“ rief Jakomo.
Fina zog – vorsichtig erst, dann kräftiger. Die Erde gluckste und schmatzte… Plopp! Mit einem großen Satz sprang sie frei – und landete direkt neben Jakomo. Dabei spritzte Matsch in alle Richtungen. Auch auf Jakomo.
Einen Moment lang starrten sich beide an – der kleine, völlig verdreckte Wichtel und das ebenso matschige Kitz. Dann mussten sie beide laut lachen.
„Du siehst jetzt auch aus wie ein Matschkloß!“ kicherte Fina. „Na warte!“ rief Jakobmo und schnappte sich ein Blatt voller Wasser. Sekunden später begann eine wilde Wasserschlacht zwischen Wurzeln und Grasbüscheln. Sie rutschten, lachten, spritzten und tollten, bis schließlich beide erschöpft nebeneinander im Gras lagen. Die Sonne stand schon tiefer, als Fina sich erhob. „Ich muss zurück zu meiner Mama,“ sagte sie leise. „Aber ich komme wieder!“Jakomo lächelte. „Du bist jederzeit willkommen. Aber nächstes Mal… vielleicht ohne Matschbad? “Fina zwinkerte. „Versprochen… vielleicht.“
Mit einem fröhlichen Sprung verschwand sie zwischen den Bäumen.
Jakomo sah ihr nach und wischte sich ein bisschen Erde aus dem Gesicht.
Text mit KI bearbeitet
Text und Foto : Alexandra Kröger